Die zwei wichtigsten Blutmerkmale sind Blutgruppe und Rhesusfaktor. Bei der Transfusion von Blutbestandteilen muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut anhand dieser Merkmale gegeben sein. Weitere Informationen zu den Blutgruppen
Spender mit der Blutgruppe Null (speziell mit dem Rhesusfaktor negativ) sind immer gefragt, denn sie gelten als sogenannte Universalspender. Das heißt, ihre roten Blutkörperchen sind mit allen anderen Blutgruppen kompatibel. Vor allem in Notfällen kann das lebensrettend sein. Null negative Blutspender sind sehr selten – gerade einmal sechs Prozent der in Schweiz lebenden Bevölkerung haben diese Blutgruppe.
Bei einer Thrombozyten Spende:
Die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, spielen bei der Blutgerinnung eine entscheidende Rolle.
Viele Thrombozytenkonzentrate finden ihren Einsatz bei Patienten mit Krebserkrankungen (wie z.B. Leukämie). Durch die Chemotherapie werden nicht nur die Krebszellen abgetötet sondern auch andere sich schnell erneuernde Zellen wie die Blutzellen. Deshalb sind diese Patienten auf den Ersatz von Thrombozyten durch Transfusionen angewiesen. Andere Gründe für die Thrombozytengabe sind eine Lebertransplantation oder starke Blutungen nach Operationen und schweren Unfällen.
Bei einer Plasma Spende:
Blutplasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Es besteht zu 90% aus Wasser und enthält viele lebenswichtige Stoffe, die im Blut transportiert werden, darunter beispielsweise Gerinnungsfaktoren und Immunglobuline (Antikörper).
Plasmatransfusionen werden zumeist bei schweren Blutverlusten im Rahmen von Unfällen und grossen Operationen oder bei Verbrennungsverletzungen benötigt. Plasma wird ausserdem zur Herstellung von wichtigen Medikamenten verwendet. Diese Medikamente kommen zum Einsatz bei Blutgerinnungsstörungen oder lebensgefährlichen Immunabwehrschwächen.
Die Thrombozytenspende
Bei dieser Spendeart werden Thrombozyten (Blutplättchen) und Blutplasma entnommen. Pro Verfahren können mehrere Blutplättchen- und Blutplasmaprodukte gewonnen werden. So kann mit einer Spende gleich mehreren Patienten geholfen werden.
Je grösser und schwerer ein Spender ist, desto grösser ist auch das Blutvolumen und dementsprechend die Menge der Thrombozyten, welche entnommen werden kann.
Es werden nur so viele Blutplättchen entnommen, dass dem Spender immer noch genügend Blutplättchen bleiben um seinen eigenen Bedarf zu decken.
Die Plasmaspende
Bei der Plasmapherese werden dem Spender bis zu 630 ml Blutplasma entnommen. Mit einer Spende kann gleichzeitig mehreren Patienten geholfen werden. Die Plasmapherese wird bevorzugt bei männlichen Spendern mit der Blutgruppe AB durchgeführt, weil dieses Plasma allen Patienten transfundiert werden kann.
Die Grundvoraussetzungen:
Die Thrombozytenspende:
Die Plasmaspende:
Sie können in den Zentren Bern und Epalinges (VD) Apherese spenden.
Bei Interesse an der Apheresespende melden Sie sich bei Ihrer nächsten Vollblutspende im Zentrum Bern oder Epalinges bei der Anmeldung am Empfang. Durch die Entnahme eines zusätzlichen Röhrchens Blut im Rahmen der Vollblutspende kann Ihre Eignung für die Apherese vor Ort überprüft werden.
Medikamente vor der Apheresespende
Einige oft zur Selbstmedikation eingesetzte Medikamente wie z.B. Aspirin, Voltaren, Brufen und weitere Medikamente mit ähnlichen oder gleichen Wirkstoffen sind sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer. Diese Arzneimittel beeinflussen die Funktion der Blutplättchen. Nach Einnahme von oben genannten Medikamenten besteht daher eine Wartefrist von 5 Tagen bis zur Thrombozytenspende.
Fettiges Essen vor Spende vermeiden
Ein bis zwei Tage vor der Apheresespende sollten Sie fettiges Essen (z.B. Fondue, fettige Wurstwaren) eher zurückhaltend konsumieren. Fett verbleibt im Plasma und kann dieses so stark trüben, dass die Aphereseprodukte nicht verwendet werden können.